Junge Regisseurin überzeugt die Ökumenische Jury

(medientipp) Am Internationalen Filmfestival Fribourg zeichnete die Ökumenische Jury am Samstag die vietnamesische Regisseurin Diep Hoang Nguyen für ihren Film «Flapping in the Middle of Nowhere» aus.

Der mit 5‘000 Franken dotierte Preis der Ökumenischen Jury wird von den beiden kirchlichen Hilfswerken «Fastenopfer» und «Brot für alle» gestiftet. Mit dem Preis wird beim Freiburger Festival jedes Jahr ein Langfilm prämiert, der sich künstlerisch anspruchsvoll mit ethischen und spirituellen Fragen auseinandersetzt und für Menschenwürde, Solidarität und nachhaltige Entwicklung einsteht.

«Flapping in the Middle of Nowhere» (Vietnam 2014) überzeugte nicht nur die Mitglieder der Ökumenischen Jury, sondern auch die Mädchen und Jungen der Jugendjury. Zudem bedachte auch die Internationale Jury den Film mit einer lobenden Erwähnung. «Flapping in the Middle of Nowhere» erzählt vom Dilemma der 17-jährigen Huyen. Sie ist schwanger von ihrem nichtsnutzigen Freund und will das Kind nicht behalten. Als Huyen versucht, das Geld für eine Abtreibung aufzutreiben, gerät sie an einen Schwangerschafts-Fetischisten. Der charismatische Mann zieht sie in seinen Bann und sie lässt den Termin für einen Schwangerschaftsabbruch verstreichen.  

Die Ökumenische Jury verlieh ihren Preis der jungen Regisseurin Diep Hoang Nguyen, weil sie in ihrem Film die Frage nach dem Schutz des Lebens und der Menschenwürde hoffnungsvoll und voller Poesie thematisiert. Überzeugend finden die vier Jury-Mitglieder – so die Begründung – die Ausdrucksstärke und Zärtlichkeit, mit der die Regisseurin den Überlebenskampf schildert, dem sich das sehr junge Paar angesichts der ungewollten Schwangerschaft in einem armen Milieu stellen muss.

Trailer von «Flapping in the Middle of Nowhere»
Festivalbericht von Monica Lienin mit Details zur Ökumenischen Jury für kath.ch