Feature am Sonntag. Das Deutsch und sein Twäng

Kkkkkrrrrrrff – chpfchpfchpf – schschschtttt – grwmpstrl. Welchen Klang hat die deutsche Sprache? Welche Kontur und welche Kultur? Wie wird Deutsch von Nicht-Deutschen wahrgenommen? Als Gurgeln, Krächzen, Röcheln? Ist es das, was Charlie Chaplin in «Der grosse Diktator» persifliert hat? Oder ist nur das böse Hitlerdeutsch ein Sonderfall? Es gibt andere Sonderfälle: das Grönemeyer-Deutsch, das sich kaugummiartig dehnt und biegt. Das Heino-Deutsch, das aus jedem Vokal eine Gymnastikübung für den Mundraum macht. Hat all das irgendeine Gemeinsamkeit, einen «Twäng», der für die gesprochene deutsche Sprache typisch ist? Henrik von Holtum horcht dem Klang des Deutschen nach