Wissen. Gläubige Gottesleugner – Giordano Bruno (3/6)

Die Philosophie Giordano Brunos (1548–1600) unterscheidet sich vom Denken des Mittelalters aber auch von jenem der Neuzeit. In seinem pantheistischen Weltbild hat ein persönlicher Schöpfergott ebenso wenig Platz wie ein rächender Gott. Giordano verehrt das unendliche All, die Natur oder Materie. Seine Angriffe auf die Kirche sind von bemerkenswerter satirischer Schärfe und Radikalität. Im Jahr 1600 liess die Inquisition Giordano Bruno öffentlich als Ketzer verbrennen