The Fault in Our Stars
John Greens Buch «Das Schicksal ist ein mieser Verräter» war ein Welterfolg und kommt nun unter dem englischen Originaltitel als Verfilmung ins Kino. Es handelt sich um eine Liebesgeschichte zwischen zwei krebskranken Jugendlichen, die eine wahrhaftige Herausforderung für die Tränendrüsen darstellt. Im Gegensatz zu anderen Filmen aus dem Genre des romantischen Dramas finden wir in «The Fault in Our Stars» keine gängigen Krebs-Klischees. Vielmehr zeigt sich hier, dass Hazel und Augustus, zwei smarte junge Menschen, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind. Mit klugem Witz und entwaffnender Ehrlichkeit werden Freude und Schmerz der Krankheitsgeschichte offengelegt.
Dramaturgisch bildet ein lang ersehnter Besuch in Amsterdam den Höhepunkt der Geschichte. Genial inszeniert erscheint der Besuch des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam. Hier erleben wir den ersten Kuss des Paares vor dem Hintergrund der Judenvernichtung und dem Bekenntnis Anne Franks zum Glück im Leben. So ergreifend, präzis und leichtfüssig hat wohl selten ein Film existenzielle Not zwischen früher und heute verwoben. Wie Regisseur Josh Boone das Krebsleiden ungeschminkt näher bringt und dabei einen Bogen in die dunkle Europäische Geschichte schlägt, ist bemerkenswert. Die begnadete junge Schauspielerin Shailene Woodley trägt die Rolle von Hazel mit Leichtigkeit und Überzeugung.
Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martih@kath.ch
«The Fault in Our Stars», USA 2014, Regie: Josh Boone, Besetzung: Shailene Woodley, Ansel Elgort, Willem Dafoel; Verleih: Twentieth Century Fox, Filmwebsite: http://www.thefaultinourstars.ch
Kinostart: 12. Juni 2014
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