Wissen. Stundenbuch des Sterbens
Was passiert beim Sterben? Zuerst enden Herzschlag und Atmung, acht bis zehn Minuten danach beginnt die unumkehrbare Zerstörung des Gehirns eines Sterbenden. Das Herz überlebt länger, andere Organe hören erst nach Stunden auf zu arbeiten. Die Muskeln sind dann immer noch funktionsfähig, reagieren sogar auf Reize. Doch die Haut kühlt allmählich ab, wird blass und die Leichenstarre breitet sich etwa zwei Stunden nach Eintritt des Todes im Körper aus. Sperma lebt im Körper eines Toten bis zu dreieinhalb Tage weiter. Der Tod, das wissen Mediziner heute, ist kein klar umgrenztes Ereignis, sondern ein tagelanger Prozess
