Geraubtes Leben
Im Frühjahr 2006 entsandten europäische Staaten Soldaten in die Demokratische Republik Kongo, um die Durchführung der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zu garantieren. Die Wahlen wurden als Erfolg gewertet, die Soldaten wieder zurückgezogen. Für die Menschen in den östlichen Provinzen haben sie aber nichts gebracht. Rivalisierende Milizen marodieren nach wie vor im Nordosten des Landes. Sie finanzieren ihre Waffen mit Rohstoffen wie Gold und Coltan, das für die Herstellung von Laptops und Handys unersetzlich ist. Die Dorfbewohner sind den Bandenmitgliedern schutzlos ausgeliefert. Frauen und Kinder werden vergewaltigt und misshandelt
