Kirchliche Preise am 70. Filmfestival in Venedig

(medientipp) Interfilm und Signis waren auch dieses Jahr an der Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica in Venedig präsent. Beide Jurys verliehen ihre Preise an den Film «Philomena». Die besondere Erwähnung der Signis-Jury ging an «Ana Arabia».

Über fünfzig Jahre nach der Geburt sucht Philomena ihren Sohn. Nachdem sie ihn als Teenager in der Obhut eines Klosters zur Welt brachte, gaben die Nonnen ihn zur Adoption frei. Die strenggläubige Katholikin wird bei der Suche nach ihrem verlorenen Sohn von einem atheistischen Journalisten unterstützt. Die Jury des Netzwerks für protestantische Filmarbeit Interfilm zeichnete «Philomena» (UK 2013) mit dem Preis für interreligiösen Dialog aus. Stephen Frears Drama beziehe die Zuschauer in einen respektvollen Dialog zwischen einer Gläubigen und einem Ungläubigen ein und unterstreiche die Bedeutung von Vergebung, so die Begündung der Jury. Der Preis der internationalen katholischen Filmorganisation Signis ging ebenfalls an «Philomena». Der Film wird Ende Februar 2014 in den Schweizer Kinos zu sehen sein.

Die lobende Erwähnung der Signis-Jury ging an «Ana Arabia» (IL 2013) von Amos Gitai. Der Film erzählt in einer einzigen Einstellung von der Begegnung der jungen Journalistin Yael mit den Einwohnern einer kleinen israelischen Gemeinde, in der Juden und Araber friedlich zusammen leben.

Die Jurymitglieder 2013

Interfilm: Freek L. Bakker (Niederlande), Gaelle Courtens (Italien) und Werner Schneider-Quindeau (Deutschland)
Signis: Valerio Sanmarco (Italien), Massimo Giraldi (Italien), Luis García Orso (Mexico) und Walter Chikwendu Ihejirika (Nigeria)