«This must be the place» geehrt
(medientipp) Das Drama über den ehemaligen Rockstar Cheyenne überzeugt die Ökumenische Jury am 64. Filmfestival von Cannes.
In Paolo Sorrentinos Film «This must be the place» beschliesst Cheyenne nach einem langen Leben als Rockstar seine Apathie des untätigen Rentners zu beenden und sich auf eine innere Reise zu begeben. Seine jüdischen Wurzeln erkundend, macht er sich auf die Suche nach Aloise Lange, einem Auschwitz-Peiniger, der Cheyennes Vater misshandelt hatte. Wider alle Erwartungen ist die Reise geprägt von Reife, Versöhnung und Hoffnung, ein Mix, den die sechsköpfige Jury in ihrer Begründung lobend hervorhebt. Im Weiteren brilliere die Produktion mit «grossem Reichtum und hoch entwickelter Ästhetik», welche den Zuschauer zum Nachdenken einlade. Der Film mit einem langhaarigen und übermässig geschminkten Sean Penn in der Hauptrolle kommt voraussichtlich Ende August in die Schweizer Kinos. Die Ökumenische Jury vergibt ferner zwei lobende Erwähnungen an die Filme «Le Havre» und «Et maintenant on va où?».
Der Ökumenischen Jury gehörten dieses Jahr Daniel Grivel, Christiane Hofmann, Mikaël Mogren, Martin E. Bernal Alonso, Françoise Lods und Gianluca Arnone an.
