Die lange Nacht des Schweizer Films

(medientipp) Wenn sich die Schweizer Filmbranche ein Stelldichein im Kongresshaus Luzern gibt, ist es wieder Zeit für die Verleihung des Schweizer Filmpreises – den «Quartz» 2011. Neben ersten Statements der diesjährigen Preisträger erwarten den Zuschauer sechs Produktionen aus dem hiesigen Filmschaffen.

Mit dem Beziehungsdrama «Der Freund» zeigt das Schweizer Fernsehen ab 20.00 Uhr die Geschichte von Emil, einem kontaktscheuen jungen Mann, der von seiner heimlichen Liebe Larissa gebeten wird, sich künftig als ihr Freund auszugeben. Doch kurze Zeit später stirbt Larissa. Emil entschliesst sich, sein Wort zu halten und behauptet, mit der Verstorbenen eine Liebesbeziehung geführt zu haben. Warmherzig wird er in den Kreis der Trauerfamilie aufgenommen. Doch dann verliebt sich Emil wirklich – und zwar ausgerechnet in Larissas Schwester Nora.

Ab 21.40 Uhr berichtet Monika Schärer (Bild) live aus Luzern von der Preisverleihungsgala und unterhält sich mit den Gewinnerinnen und Gewinnern sowie mit prominenten Gästen des Abends. Eine neunköpfige Kommission nominierte 35 Filme oder Künstler in neun verschiedenen Kategorien. Den Titel «Schweizerfilm des Jahres 2011» machen unter anderem die Filme «Cosa voglio di più», «Sennentunschi» und «Stationspiraten» unter sich aus, und in der Kategorie «Beste Hauptdarstellerin» hoffen Isabelle Caillat, Sabine Timoteo oder Linda Olsansky auf die Auszeichnung.

In der Folge erzählt das Drama «Home» die tragische Geschichte einer Familie am Rande einer Autobahn. Um Mitternacht verzaubert der Inder Rajah im Film «Tandoori Love» mit seinen orientalischen Kochkünsten das Berner Oberland, und schliesslich wird auch der beste Schweizer Dokumentarfilm vom Vorjahr gezeigt: «Die Frau mit den 5 Elefanten», der die Dostojewskij-Übersetzerin Svetlana Geier porträtiert. Wer die Nacht durchhält, der verfolgt im Spielfilm «Absolut – Lücke im System» das Schicksal des Globalisierungsgegners Alex, der während der Planung eines terroristischen Anschlags durch einen Autounfall sein Kurzzeitgedächtnis verliert. In den frühen Morgenstunden beleuchtet schliesslich der Dokumentarfilm «Rocksteady – The Roots of Reggae» die Entstehungsgeschichte der modernen jamaikanischen Musik.

 

Das Programm im Überblick

  • 20.00 Uhr: Der Freund, Spielfilm (CH 2008) von Micha Lewinsky
  • 21.40 Uhr: Schweizer Filmpreis Quartz 
  • 22.15 Uhr: Home, Spielfilm (CH/F/BE 2008) von Ursula Meier 
  • 23.55 Uhr: Tandoori Love, Spielfilm (CH/IN 2008) von Oliver Paulus 
  • 01.30 Uhr: Die Frau mit den 5 Elefanten – Swetlana Geier, Dokumentarfilm (CH/D 2010) von Vadim Jendreyko
  • 03.00 Uhr: Absolut – Lücke im System, Spielfilm (CH 2004) von Romed Wyder 
  • 04.30 Uhr: Rocksteady – The Roots of Reggae, Dokumentarfilm (CH 2009) von Stascha Bader

 

Programmdetails auf SF zwei

Die Nominierten 2011

«Wie gut ist der Schweizer Film?» im Treffpunkt, am Donnerstag, 10. März, 09.05 Uhr, DRS1