Gott und die Welt. Hinter Stacheldraht geboren
Keiner kennt ihre genaue Zahl. Sie wurden in sowjetischen Speziallagern geboren, doch nicht extra registriert. Ein Vermerk auf der Häftlingskarteikarte der Mutter – mehr Hinweise auf ihre Existenz gab es nicht. Extra Rationen ohnehin nicht. Die Mütter mussten sehen, wie sie – selbst hungernd – im Lager ihre Kinder durchbrachten. Als die Speziallager 1950 aufgelöst wurden, lernten die Kinder erstmals in ihrem Leben etwas von der Welt jenseits von Baracken, Appellplatz und Stacheldrahtzaun kennen
