Azzurro
(medientipp) Seit seiner Pensionierung lebt der ehemalige Fremdarbeiter Giuseppe De Metrio wieder bei seinem Sohn Roberto
und der Tochter Lucia in Apulien. Lucia hat eine siebenjährige Tochter, die blinde Carla, um die sich der herzkranke Giuseppe liebevoll kümmert. Weil er in Italien das Geld für eine Augenoperation nicht auftreiben kann, reist Giuseppe mit Carla heimlich nach Genf. Er erhofft sich Hilfe von seinem früheren Patron in der Schweiz, dem er vor Jahren für ein Trinkgeld eine wertvolle Erfindung überlassen hat. Doch in der Schweiz trifft Giuseppe auf veränderte Verhältnisse: Broyer hat – praktisch bankrott – den Betrieb seinem Sohn Pascal überlassen. Als Giuseppe bereits entmutigt nach Italien zurückkehren will, trifft er seinen ehemaligen Arbeitskollegen Giorgio. Dieser bringt Giuseppe dazu, sein Leben in der Schweiz mit offenen Augen zu betrachten und seine Vergangenheit zu ordnen.
Der italienischstämmige Walliser Regisseur Denis Rabaglia hat mit seiner gefühlvollen Geschichte im In- und Ausland einen Kinoerfolg erzielt und den Schweizer Filmpreis 2001 gewonnen. „Azzurro“ erlebte auf der Piazza Grande im August 2000 seine Welturaufführung. Hauptdarsteller Paolo Villaggio durfte im selben Jahr in Locarno einen „Ehrenleoparden“ für sein Lebenswerk entgegennehmen.
„Azzurro“, Spielfilm (Schweiz / Italien / Frankreich 2000), Regie: Denis Rabaglia, Besetzung: Paolo Villaggio, Francesca Pipoli, Marie-Christine Barrault, Jean-Luc Bideau, Tom Novembre und Soraya Gomaa.
Filmtipp (Januar 2001): medientipp.ch/index.php?na=3,1&meid=19998
„Azzurro“ wird im Rahmen der Reihe „60 Jahre Filmfestival Locarno“ gezeigt.
http://www.sf.tv/sf1/film/filmreihen.php?docid=Locarno1
