Ökumenischer Preis für deutsch-türkischen Film in Cannes

(medientipp) Am Filmfestival in Cannes zeichnete die ökumenische Jury Regisseur Fatih Akin für seinen Film „Auf der anderen Seite“ (Deutschland / Türkei 2007) aus. Der deutsch-türkische Regisseur Fatih Akin, der für „Gegen die Wand“ an der Berlinale 2004 den goldenen Bären erhielt, erzählt in seinem neuen Film von sechs Menschen türkischer und deutscher Herkunft. Nach dem Tod von Yeter, einer in Deutschland arbeitenden türkischen Prostituierten, beginnen sich die Lebensgeschichten der sechs Personen auf schicksalhafte Art und Weise zu verbinden: Ayten, Tochter Yeters und politische Aktivistin in der Türkei, reist nach Deutschland. Nejat, der Sohn von Yeters Freund, fährt in die Türkei, um Ayten zu suchen. Und Lotte, bei der Ayten – gegen den Willen deren konservativen Mutter in Deutschland gewohnt hat –, reist ebenfalls in die Türkei, als Ayten aus Deutschland ausgewiesen wird.
Die ökumenische Jury hält in ihrer Begründung fest, dass der Film „Auf der anderen Seite“ sehr einfühlsam die schmerzliche Komplexität des Verlusts von Koordinaten und Beziehungen reflektiere und dabei Wege der Annäherung zwischen den Kulturen aufzeige. Zudem sieht die Jury in der Abstammung, Opferbereitschaft und Versöhnung wichtige Themen des Films.

Mitglieder der ökumenischen Jury:
Anne-Béatrice Schwab, Präsidentin (Schweiz)
Yves Fischbach (Frankreich)
Pierre Nambot (Frankreich)
Marina Sanna (Italien)
Marisa Villareale (Deutschland)
Catherine Wong (Hong Kong)

Dossier der Ökumenischen Jury:
cannes.juryoecumenique.org/spip.php?article1248

„Auf der anderen Seite“ (Festivalseite):
http://www.festival-cannes.fr/index.php/en/archives/film/4430083

„Auf der anderen Seite“ (offizielle Filmwebsite):
http://www.auf-der-anderen-seite.de

„Auf der anderen Seite“ (arte.tv mit Trailer)
http://www.arte.tv/de/film/1582554.html