Medienheft Dossier 26: Jugend und Medien

(medientipp) Im eben erschienenen Medienheft Dossier „Im Spiegelgarten der Jugend“ werden die Wechselwirkungen zwischen den Jugendlichen und den neuen Medien aus verschiedenen Perspektiven aufgezeigt. Anita Gertiser thematisiert, wie neue Medien an den an den Schulen alte Schulmodelle unterlaufen und statt Wissensvorgabe die erfolgreiche Wissenssuche und -auswertung in den Vordergrund rücken. Daniele Lenzo weist auf mögliche Ressourcen und Gefahren im Umgang mit neuen Medien hin und gibt praxisnahe Ratschläge. Dass Medien eine Plattform bieten, um Selbstentwürfe zu erproben, zeigt Charles Martig anhand der Casting-Show „Music Star“ im Schweizer Fernsehen. Wie Urs Meier darstellt, spielt die Videokamera auch für Skater eine Rolle auf der Suche nach Identität.

Die letzten drei Beiträge greifen das Thema Gewalt und Medien auf: Hans Durrer widmet sich dem „Happy Slapping“, einer neuen Form der Gewalt, die mit dem Medium Handy direkt verbunden ist. Er zeichnet nach, wie Aggressionen vor und hinter der Kamera zusammenhängen. Roger Frei zeigt, welche Vorkehrungen die Hersteller von Video- und Computerspielen für den Jugendschutz treffen. Nach dem Amoklauf eines 18-jährigen in Emsdetten greift Judith Arnold im Interview mit Guido Haus, Inhaber der Firma Haus Network, die aktuelle Debatte um das Verbot von so genannten „Killerspielen“ auf und diskutiert den Reiz und die Problematik von gewalthaltigen Spielen.

Die Beiträge des Medienheft Dossiers 26 sind abrufbar unter: http://www.medienheft.ch/dossier/aktuell/uebersicht.html