Filmfestival Locarno: Die Kirchen sind dabei

Vom 2. bis 12. August findet zum 53. Mal das Filmfestival Locarno statt. Auch die Kirchen sind dieses Jahr wieder mit dabei: Sie verleihen den Preis der ökumenischen Jury und gestalten einen Gottesdienst.

Die ökumenische Jury vergibt zum 28. Mal seit 1973 ihren Preis an Filmschaffende, denen es „am besten gelingt, ein menschliches Verhalten oder Zeugnis zum Ausdruck zu bringen, das mit dem Evangelium in Einklang steht, oder die Zuschauerin, den Zuschauer für spirituelle, menschliche oder soziale Werte zu sensibilisieren.“ Die Mitglieder der diesjährigen Jury sind Dalmazio Ambrosini (Schweiz), Ivan Corbisier (Belgien), Christopher Deacy (England), Peter Hasenberg (Deutschland), Ylva Liljeholm (Schweden) und Waltraud Verlaguet (Frankreich).

Am Sonntag, 6. August, findet um 11.00 Uhr in der Kirche S. Maria Assunta ein ökumenischer Gottesdienst statt. Er wird von Vertretern verschiedener Kirchen in mehreren Sprachen gestaltet. Der Gottesdienst steht auch im Zeichen des unerwarteten Todes des neuen Festivalpräsidenten Giuseppe Buffi, der am 20. Juli durch einen Herzinfarkt ums Leben kam. Der Tessiner Staatsrat hatte das Amt erst im letzten Jahr angetreten, dem Anlass durch sein Engagement und bereits begonnene Veränderungen jedoch schon wichtige Impulse gegeben.

Schwerpunkt des diesjährigen Festivals (offizielle Webseite: http://www.pardo.ch) ist die Retrospektive „Eine andere Geschichte des sowjetischen Kinos 1926 bis 1968“ mit 55 Filmen, die im Westen grösstenteils noch nie gezeigt wurden. Zudem erhält der holländische Regisseur Paul Verhoeven den Ehren-Leopard.