Reformierte Medien stehen bei den Kirchen hoch im Kurs Generalversammlung am 31. Mai in Zürich
(medientipp) Das Kommunikationsunternehmen Reformierte Medien wird von den deutschschweizerischen evangelisch-reformierten Kirchen getragen. Am 31. Mai trafen sich deren Delegierte in Zürich zur jährlichen Generalversammlung. Als deutliches Signal des Wohlwollens und der Solidarität stimmten die Vertreterinnen und Vertreter der reformierten Kantonalkirchen einer Zusatzfinanzierung zu, die dem Unternehmen unvorhergesehene Kosten ausgleicht. Vorstand und Geschäftsprüfungskommission wurden für eine vierjährige Amtsdauer wieder gewählt.
Als Einleitung zur Versammlung gab Martin Peier, Reformierter Radio- und Fernsehbeauftragter, Einblick in seine Mitwirkung bei den religiösen Sendungen von Radio und Fernsehen DRS. Anhand zahlreicher Sendebeispiele zeigte er die Chancen dieser Zusammenarbeit auf. Zugleich verdeutlichte er die Qualitätsanforderungen, mit denen kirchliche Mitwirkende hier konfrontiert sind, und er erläuterte seine Vermittlungsund Coaching-Aufgaben an den Schnittstellen zwischen Kirche und elektronischen Medien.
Im Rechenschaftsbericht hob der Geschäftsführer Urs Meier die Dynamik und Innovationskraft der Reformierten Medien hervor. Die strapazierten Begriffe passten hier genau. Ein Überblick der wichtigsten Geschäftsvorgänge belegte dies eindrücklich: Start des Medienladens und Aufbau der Internet-Stelle nach jeweils sehr kurzen Entwicklungszeiten, Pilotprojekt einer deutschschweizerischen Imagekampagne mit der Plakataktion im Dezember 2000, Initiative für ein Content-Netzwerk der kirchlichen Presse in der Deutschschweiz, neue Corporate Identity für die reformierten und ökumenischen Medienprodukte und schliesslich die Neulancierung der ökumenischen Medienpublikationen Medientipp und Medienheft als Internet-Angebote. Die Sparziele des Finanzrahmenplans seien bei all dem erfüllt und die Eigenwirtschaftlichkeit des Unternehmens nochmals leicht gesteigert worden auf jetzt knapp 50 Prozent.
Zufriedene Delegierte
Beat Messerli, Finanzreferent des Vorstands, konnte bei der Rechnungsablage denn auch eine präzise Einhaltung des Budgets bekannt geben, was angesichts der starken Veränderungen von Aufgabengebieten und Unternehmensstruktur eine beachtliche Leistung sei. Die mit dem laufenden Finanzplan 1998 bis 2002 verbundenen Sparanstrengungen hätten allerdings eine Schmälerung des Eigenkapitals bewirkt, die für die Reformierten Medien heikel werden könne. Die seinerzeit nicht voraus gesehene und seit 1998 nie ausgeglichene Teuerung werde die akkumulierte Sparleistung der Reformierten Medien bis 2002 auf über 700´000 Franken anheben. Der Vorstand werde an einer ausserordentlichen Generalversammlung im November einen neuen Finanzplan vorlegen, der auch Vorschläge zur Behebung dieses Problems enthalten werde. Die Versammlung honorierte die Finanzdisziplin, indem sie bei den Beiträgen der Kirchen für das Jahr 2002 einen Zusatz von knapp 5 Prozent guthiess, der unvorhergesehene gebundene Mehrkosten ausgleicht.
Mehrere Delegierte sprachen bei diversen Geschäften ihre Zufriedenheit und ihren Dank aus. Es wurde betont, die Leistungen der Reformierten Medien würden in den Kirchen wahrgenommen und geschätzt. Der als Gast anwesende Geschäftsführer des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), Markus Sahli, wies auf eine erfreuliche Entwicklung bei der Zusammenarbeit zwischen Reformierten Medien und SEK hin und stellte in Aussicht, diese im Zuge der bevorstehenden Neuorganisation der Kommunikationsabteilung des SEK weiter zu intensivieren.
Der Vorstand mit seinem Präsidenten Markus Christ und die Geschäftsprüfungskommission wurden für eine vierjährige Amtsdauer wieder gewählt. Nach neunjähriger Mitarbeit trat Marc F. Naville aus dem Vorstand zurück. Er hatte insbesondere bei der Fusionierung und Neuorganisation der Reformierten Medien rund um das Jahr 1996 eine massgebliche Rolle gespielt.
