Jakob der Lügner
Fernsehfilm (DDR 1974), nach dem gleichnamigen Roman von Jurek Becker. Ende 1944 in einem polnischen Ghetto: Der alte Jude Jakob erfährt durch Zufall vom Vormarsch sowjetischer Truppen und gibt die gute Nachricht an seine Leidensgenossen weiter. Die Befreiung lässt jedoch auf sich warten. Jakob erfindet – unter dem Vorwand, er habe ein Radio – Tag für Tag weitere „Neuigkeiten“. Seine barmherzigen Lügen helfen den Insassen des Ghettos, die Schikanen der SS zu ertragen; sie werden zum Medium der Hoffnung in aussichtsloser Lage, zur Verheissung einer Zukunft, die den schrecklichen Alltag zwar nicht widerlegt, ihm aber einen menschlichen Horizont verleiht
