«zVisite» – Zweifler, Skeptiker, Tabubrecher
(medientipp) Die diesjährige Ausgabe der interreligiösen Zeitung «zVisite» rückt Ketzer, Zweifler und Tabubrecher in den Weltreligionen ins Zentrum – und in ein positives Licht. Sie erscheint anlässlich der «Woche der Religionen», die in der ersten Novemberwoche stattfindet.
In der interreligiösen Debatte kommen kritische Männer und Frauen zu Wort, die zu unbequemen Themen nicht schweigen wollen. Politikwissenschaftlerin Elham Manea rüttelt ihrem Plädoyer für einen reformierten Islam ebenso an einem Tabu wie Hindu-Priester Sasikumar Tharmalingam, der die Priesterinnenweihe fordert. Bea Wyler ist als Rabbinerin in konservativen Kreisen ähnlich umstritten wie die reformierte Theologin Luzia Sutter Lehmann, die das Lukas-Evangelium in gerechter Sprache übersetzte. Der katholische Theologe Josef Imbach darf wegen seiner kritischen Äusserungen nicht mehr an katholisch-theologischen Fakultäten lehren.
Was in Christentum, Judentum, Islam und Hinduismus unter Ketzerei verstanden wird und wie in den religiösen Traditionen mit Andersdenkenden umgegangen wurde, wird in kurzen Artikeln erläutert. Vermittelt wird ausserdem ein Einblick in die multireligiöse Gefängnisseelsorge und ein Bekenntnis zur Skepsis hat auch Platz. Das Programm zur «Woche der Religionen», ein Kreuzworträtsel und Büchertipps für Querdenkerinnen und Unangepasste runden die Ausgabe ab, die als pdf verfügbar ist.
«zVisite» ist eine Gemeinschaftsproduktion der evangelisch-reformierten Monatszeitung «reformiert.», der römisch-katholischen Wochenzeitung «pfarrblatt» Bern, der römisch-katholischen Zeitung «Horizonte» Aargau, der «Zeitschrift der Christkatholischen Kirche», des jüdischen Wochenmagazins «tachles» und Mitgliedern der muslimischen Glaubensgemeinschaft in der Schweiz.
mit Veranstaltungen in der ganzen Schweiz von 3.- 9. November
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