Zürcher Filmpreis an Ambros Eichenberger

Ambros Eichenberger, vormals Leiter der katholischen Filmkommission und später Filmbeauftragter des Katholischen Mediendienstes, ist mit dem Filmpreis der Stadt Zürich ausgezeichnet worden. Der Preis wird jährlich für Filme, Videos oder spezielle Verdienste um den Film verliehen.
Ambros Eichenberger wird damit für seine „filmkulturelle Vermittlungsarbeit“ geehrt.
Die städtische Filmkommission schreibt: „Als Leiter des Filmbüros der katholischen Filmkommission (1972-1994) und als Präsident der Internationalen katholischen Filmorganisation OCIC (1980-1991) trug Ambros Eichenberger ganz wesentlich dazu bei, die Grenzen einer vordem stark auf Europa fixierten filmischen Wahrnehmung auszuweiten auf die Produktion anderer Regionen, insbesondere auf das Filmschaffen aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Mit seiner zurückhaltenden Art hat sich Ambros Eichenberger in den Dienst dieses anderen Kinos gestellt und so einen wesentlichen Beitrag zu dessen Verständnis und breiterer Akzeptanz geleistet.“

Weitere Auszeichnungen gehen an die Spielfilme „F. est un salaud“ von Marcel Gisler und „Vollmond“ von Fredi Murer, den Kurzspielfilm „Pastry, Pain and Politics“ von Stina Werenfels, den Dokumentarfilm „Die Regierung“ von Christian Davi, das Dokumentarvideo „Spuren verschwinden“ von Walter Deuber sowie an das Redaktionskollektiv des Filmjahrbuchs „Cinema“.

Die Übergabe der Auszeichnungen findet am Freitag, 6. November um 17.30 Uhr im Filmpodiumkino „Studio 4“ an der Nüschelerstrasse 11 in Zürich statt.

Anschliessend an die Preisverleihung wird der Dokumentarfilm „Tire die“ (1958) von Fernando Birri gezeigt.