Zona Norte

In den 15 Jahren nach Monika Treuts Film «Kriegerin des Lichts» hat sich vieles verändert, vor allem die Stadt Rio ist nicht mehr wiederzuerkennen: Die Fussball-WM 2014 und die Vorbereitung auf die Sommer-Olympiade 2016 haben ihre Spuren hinterlassen. Fast täglich eskaliert die Gewalt. Wie geht Yvonne Bezerra de Mellos Hilfsprogramm «Projeto Uerê» mit der veränderten Lage um? Und was ist aus den Kindern geworden, die für den ersten Teil der Doku vor der Kamera standen? Der damals 13-jährige Tiago hatte als Sechsjähriger das Candelaria-Massaker überlebt, bei dem acht Strassenkinder von der Polizei ermordet worden waren. Der HIV-positive Junge trug als Schuhputzer zum Unterhalt seiner zehnköpfigen Familie bei und wollte Automechaniker werden. Vanessa, ein lernbegieriges Mädchen, sehnte sich nach einem Leben ohne Leid und wollte Anthropologin werden. Die Schwestern Pamela, Joice und Gessica erfuhren nur in Yvonne Bezerra de Mellos sicherem Haus, dass das Leben nicht nur aus Gewalt, Drogen und Vernachlässigung besteht