Ziemlich beste Nachbarn. Wir und die Briten
Gepflegte Spleens und schwarzer Humor: Michael Kessler macht sich auf in das Land des Fünf-Uhr-Tees und schaut nach, was dran ist an den England-Klischees der Deutschen. Deutschland und Grossbritannien, das ist ein historisches Wechselbad der Stimmungen, zwischen Partnerschaft und Rivalität, begleitet von mal mehr, mal weniger leidenschaftlichen Respektsbezeugungen. Warum halten sich gerade hier die Klischees so hartnäckig? Briten sind aus deutscher Sicht eher höflich und geduldig und haben einen Nationalstolz, der zweifellos aus der Zeit des Britischen Empire herrühren muss. Grossbritannien ist die Heimat der Beatles und der Stones, der Queen und von James Bond – das beeindruckt die Deutschen. Nicht nur beim Fussball oder bei Aufkäufen britischer Marken durch deutsche Konzerne schlägt der britische Boulevard «Teutonen-Alarm». Die Bildsprache erinnert zuweilen an Weltkriegspropaganda. Alles nur Show? Michael Kessler ergründet, wie viel Wahrheit in den gegenseitigen Vorurteilen steckt
