Zeuge der Zeit: Max Volpert – Ein Junge aus Litauen
Max Volpert wird 1931 in Kaunas, Litauen, in eine angesehene und freie jüdische Familie geboren. Alles ändert sich, als die Wehrmacht im Juni 1941 Litauen überfällt. Es finden grausame Pogrome an der jüdischen Bevölkerung statt. Mit der Wehrmacht zieht das «Einsatzkommando 3» unter dem SS-Standartenführer Karl Jäger in das Gebiet und treibt die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung massiv voran. Max Volpert erlebt die unzähligen Selektionen im Ghetto und weitere Vernichtungsaktionen als zehnjähriger Junge. In wenigen Monaten ermordet das «Einsatzkommando 3» über 138’000 Juden in ganz Litauen. Max Volpert kommt mit seinem Vater in das Aussenlager Kaufering, wo sie unmenschliche Baueinsätze leisten müssen. Max wird nach einem Todesmarsch in Dachau befreit. Er ist 14 Jahre alt. Sein Vater überlebte das Lager nicht. Erst Jahre später erfährt Max Volpert, dass seine Mutter und seine kleine Schwester in Auschwitz ermordet wurden. Heute erzählt Max Volpert regelmässig in Israel, wo er lebt, und in Deutschland von seinen Erlebnissen
