Zeitgenossen. Hilde Schramm, Politikerin und Menschenrechtsaktivistin
Um ein Thema kommt Hilde Schramm nie herum: Ihren Vater. Denn sie ist eine «geborene Speer». Als junge Frau plädierte sie dafür, Hitlers Chef-Architekt und Rüstungsplaner vorzeitig aus der Haft zu entlassen. Und wuchs dann als Pädagogin und Grünen-Politikerin in Berlin aus der «Tochter-Rolle» heraus. Seit Jahrzehnten engagiert sich die 82-jährige für Menschenrechte: Ihre Stiftung «Zurückgeben» hat die Restitution jüdischen Besitzes zum Thema. Ihre Initiative «Kontakty-Kontakte» lindert die Not ehemaliger NS-Zwangsarbeiter, vor allem in Russland. In ihrem Haus brachte sie zeitweilig Flüchtlinge aus Syrien unter. Und jetzt arbeitet sie an einem Projekt zur Entschädigung von Opfern des Nazi-Besatzungsregimes in Griechenland
