Zeit der Unschuld (The Age of Innocence)

New York, 1870: Der aufstrebende Anwalt Newland Archer (Daniel Day-Lewis) steht kurz vor der Hochzeit mit May Welland (Winona Ryder), es kündigt sich eine standesgemässe, wenngleich langweilige Ehe an. Da kehrt Mays attraktive Cousine Ellen Olenska (Michelle Pfeiffer) aus Europa zurück. Diese hat ihren Ehemann verlassen, Newland soll die Scheidung als Anwalt übernehmen. Er verliebt sich in Ellen und bewundert ihren Freiheitswillen, für den sie von der High Society New Yorks geächtet wird. Er muss sich entscheiden – für eine Verbindung mit Ellen im gesellschaftlichen Abseits oder für eine standesgemässe Ehe mit May. Martin Scorseses Film (US 1993) basiert auf dem gleichnamigen Roman von Edith Wharton, die damit 1920 als erste Frau einen Pulitzer-Preis für Literatur gewann. Whartons Geschichte über die geheime Passion eines jungen Bourgeois klingt zunächst nicht nach typischem Scorsese-Stoff, reflektiert jedoch einige seiner typischen Themen: Familie, Schuld, gesellschaftliche Zwänge und zerstörte Träume