ZDF-History. Verwüstet, zerstört, entrechtet – Das Novemberpogrom 1938
Die Pogrome gegen deutsche Juden vor 80 Jahren waren geprägt von Hass und Gewalt. Wie war ein solcher Zivilisationsbruch möglich? Was trieb die Täter an? Der Schauspieler Günter Lamprecht geriet als achtjähriger Schüler in Berlin selbst in den Strudel der Ereignisse. Er war Sohn eines überzeugten SA-Mannes. Ein Schulfreund stiftete ihn an, mit ihm das Geschäft eines Tabakhändlers in der Nachbarschaft zu plündern. Erst nach dem Krieg realisierte Lamprecht, in welch verkehrter Welt er aufwuchs, und scheut sich heute nicht, dazu auch öffentlich Stellung zu beziehen. Der bekannte Filmemacher Georg Stefan Troller erzählt, wie seine behütete Welt als 17-jähriger jüdischer Schüler in Wien völlig aus den Fugen geriet. Mit den Novemberpogromen vor 80 Jahren, später zynisch zur «Reichskristallnacht» verharmlost, eröffneten die nationalsozialistischen Machthaber die Menschenjagd auf die zuvor schon entrechtete jüdische Minderheit
