ZDF-History. Margot Honecker
Aussagen von Vertrauten wie von ihrem Enkel Roberto und Auszüge aus unbekannten Dokumenten zeichnen das Bild einer Frau, die in der DDR ihren Traum von einer besseren Welt verwirklicht sah – und sich die eigene Schuld am Scheitern dieses Traums nicht eingestehen wollte. Wie niemand sonst verkörperte Margot Honecker die Geschichte des zweiten deutschen Staates von der Gründung bis zu seinem Ende. Ihretwegen hatte Erich Honecker Anfang der 1950er Frau und Kind verlassen. Über das Privatleben der Honeckers drang bis zum Ende der DDR nur wenig nach aussen. Von 1963 an bestimmte Margot Honecker mit harter ideologischer Hand über die DDR-Volksbildung. Tatsächlich war ihre Macht wohl noch weitaus grösser – nicht zuletzt in den 1980ern, als sich die SED gegen die Reformpolitik von Kremlchef Gorbatschow abschottete
