ZDF-History. Hardy Krüger – Ein deutscher Weltstar
Der Mann mit der markanten Stimme ist Zeuge eines bewegten Jahrhunderts, auf das der inzwischen über 90-jährige Weltenbummler zurückblickt. Als Kind wächst er im Glauben auf, Hitler sei «ein Halbgott», wird auf einer NS-Eliteschule zu unbedingtem Gehorsam erzogen. Im NS-Propagandastreifen «Junge Adler» spielt er seine erste Filmrolle. Doch eine Begegnung mit UFA-Star Hans Söhnker ändert alles. Der Schauspieler rettet heimlich Juden und klärt den jungen Krüger über die Verbrechen des NS-Staates auf. In den letzten Kriegsmonaten wird der damals 16-jährige Krüger zur SS-Division «Nibelungen» eingezogen, entkommt einem Todesurteil wegen «Befehlsverweigerung» nur knapp und erleidet ein lebenslanges Trauma. Der Schauspieler schaut auf bewegte Zeiten zurück. Zwei Ehen scheitern, mit der dritten Ehefrau lebt er heute zurückgezogen in seiner Villa in Palm Springs, Kalifornien. Der Film von Patrick Zeilhofer benennt auch die Brüche in Krügers Vita und geht der Frage nach, was den deutschen Weltstar Zeit seines Lebens angetrieben hat
