Worlds Apart
Griechenland ist ein «Hotspot» der europäischen Politik und Wirtschaft. Mitten in der tiefgreifenden Wirtschaftsnot hat das Land die Flüchtlingswelle aus dem Nahen Osten getroffen. Regisseur und Schauspieler Christopher Papakaliatis versteht es vortrefflich, das gesellschaftliche Drama, das sich im südlichen Europa abspielt, in seinen Facetten und seiner Eigendynamik darzustellen. Er appelliert dabei an die Kraft des griechischen Liebesgottes Eros und erzählt von drei Liebespaaren. Sie leben zwischen den Fronten. Da sind die Flüchtlinge, die gerne Richtung Norden weiterreisen möchten und in Griechenland festsitzen; die Griechinnen und Griechen, die um ihr Auskommen bangen müssen oder es verlieren. In eleganter Weise erzählt der Film von der Beziehung zwischen Europa, Griechenland und dem Nahen Osten. Drei Erzählungen, Generationen und Lebensperspektiven werden miteinander verknüpft und verbunden.
Die schwierigen Lebensbedingungen richten sich gegen die Einzelnen. Aber dennoch ist «Worlds Apart» ein Film über Hoffnung, Liebe und Leidenschaft, die Menschen bewegt und zusammenbringt. Als gehobener Unterhaltungsfilm für eine breites Publikum hat «Worlds Apart» in Griechenland einen grossen Erfolg an der Kinokasse erzielt und mehr als 700’000 Menschen erreicht.
Charles Martig, Filmjournalist Katholisches Medienzentrum
«Worlds Apart», Griechenland 2015, Regie: Christopher Papakaliatis, Besetzung: J.K. Simmons, Maria Kavoyianni, Andrea Osvárt; Verleih: trigon film, Internet: http://www.trigon-film.org
Kinostart: 19. Januar 2016
