Wissen. Scharfe Schoten

Die Augen tränen, der Gaumen brennt und auf der Stirn steht Schweiss. Wer gerne scharf isst, kennt den Effekt. Dahinter steckt oft Capsaicin, ein Alkaloid, enthalten in Nachtschattengewächsen wie Paprika, Peperoni und Chili. Gemüsepaprika enthält durch Züchtung noch bestenfalls zehn sogenannte Scoville-Einheiten, mit denen man die Schärfe misst. Die feurige indische Chili Bhut Jolokia soll dagegen rund eine Million Scoville haben. Ursprünglich stammen die Schoten aus Lateinamerika und gehören zu den Beeren. Sie regen die Ausschüttung von Glückshormonen an, lindern rheumatische Schmerzen und Migräne und sollen schlank machen. Mediziner entdecken tatsächlich immer neue Heilwirkungen. Auch in Pfeffersprays ist der schleimhautreizende Chili-Extrakt zu finden, dort extrem hoch dosiert