Wissen. Paul Feyerabend und die Demokratisierung des Wissens

«Ich scheisse auf die Wahrheit, was immer das ist. Was wir brauchen ist Gelächter.» Paul Feyerabend (1924 – 1994), Philosophie-Professor und Kritiker des Wissenschaftsbetriebes, war ein Provokateur und Querdenker. Mit seinem berüchtigten und missverständlichen Diktum vom «Anything goes» brachte er zahlreiche Kollegen auf die Palme, die für ihn schlicht engstirnige Verhinderer einer von ihm geforderten pluralistischen Erkenntnistheorie waren. «Alles ist möglich» war seine Idee von Wissenschaft und brachte ihm den Ruf eines wissenschaftlichen Scharlatans ein. Dabei war Paul Feyerabend Vordenker einer demokratischen Wissensgesellschaft, die offen ist für unorthodoxe Denkansätze jenseits dogmatischer akademischer Wahrheitsbegriffe