Wissen. Lernen ohne Staat
Der Staat hat sich in der Demokratischen Republik Kongo aus fast allem zurückgezogen. Dazu gehört auch die Bildung: Schon 1977 wurde die Leitung der Bildungseinrichtungen den Kirchen «zurück übertragen». Die Vereinbarung ist nun gut 30 Jahre alt, doch die Tragweite wurde lange nicht richtig bewusst. Denn das damals noch «Zaire» genannte Land war für den Westen ein wichtiger Verbündeter und galt schon deshalb ganz fraglos als Staat. Dass es überhaupt noch Bildungsangebote gibt, verdankt die Bevölkerung im Kongo den Kirchen. Neben der Grundbildung versuchen sie, auch die wissenschaftliche und technische Forschung zu fördern
