Wissen. John Steinbecks «Früchte des Zorns»

Schon vor seinem Erscheinen im Frühjahr 1939 sorgte John Steinbecks Roman «Früchte des Zorns» in den USA für Aufregung. Steinbeck hatte sich an politisch heikle Themen herangewagt: Fremdenfeindlichkeit, das rücksichtslose Grosskapital und den unwürdigen Umgang mit verarmten Menschen. Der Roman erzählt von Farmern aus Oklahoma, die durch die Wirtschaftskrise und eine ökologische Katastrophe hoch verschuldet sind und von ihrem Land vertrieben werden. In Trecks ziehen sie nach Kalifornien, um sich dort als Landarbeiter zu verdingen. Doch im «gelobten Land» werden die Arbeitsmigranten ausgebeutet und angefeindet, viele müssen hungern. Trotz Zensur und heftiger Kritik von Grossgrundbesitzern erhielt Steinbecks sozialkritischer Roman gleich den Pulitzer-Preis