Wissen. Jean Baudrillard und die Kultur der Simulation

Jean Baudrillard war der Meinung, dass die Terroranschläge vom 11. September 2001 die «Mutter aller Medienereignisse» seien. Der französische Philosoph hatte einen besonderen Blick für Veränderungen innerhalb der europäischen Gesellschaft und eckte immer wieder an. Er sprach von der Sinnlosigkeit des Lebens in einem Überwachungsstaat und lieferte der DDR-Opposition die zentralen Begriffe für ihre Kritik am kommunistischen Regime. Doch auch in der Konsumgesellschaft sah er die Gefahr einer existentiellen Bedeutungslosigkeit. Er prägte den Begriff der «Kultur der Simulation», die autonomes, kritisches Denken am Ende nur noch als «störend» empfindet