Wissen. „Ja, Himmelherrgottsackzement …!“
Im Mittelalter wurde in Deutschland so ausufernd verflucht und geflucht, dass die Obrigkeit drohte, den Tätern die Lippen zu spalten oder die Zunge abzuschneiden. Auch wenn es mancherorts recht eintönig zugehen mag: Die inbrünstigen traditionellen „Himmelhergottsackzement“-Tiraden auf der Baustelle, der gelegentlich recht kreative Schlagabtausch im Bundestag und der multikulturelle Fluchmix der Jugendszene zeigen, dass wir Menschen diesen Tabubruch brauchen. Denn die „schlimmen Worte“ haben in aller Welt eine befreiende und therapeutische Funktion
