Wissen. Die Aufrüstung des Körpers
Ein Speicherchip im Hirn vergisst nichts. Ein Navi im Ohr wird zum sechsten Sinn und weist stets den richtigen Weg. Ein Etikett unter der Haut dient als Pass, öffnet Türen und Computerprogramme. Der Herzkranke bekommt einen Schrittmacher, der Lahme ein Exoskelett, der Taube ein Cochlea- und der Blinde ein Retina-Implantat. Die technische Aufrüstung des Menschen macht grosse Fortschritte. Bald lebt vielleicht das Hirn eines krebskranken Körpers als Steuereinheit eines Roboters weiter. Und Behinderte könnten gefragt werden, wieso sie denn Barrierefreiheit fordern, wenn es doch passende Ersatzteile für ihr Handicap gibt. Wollen wir das? Braucht die Kreuzung von Mensch und Maschine ethische Grenzen? Sind das überall auf der Welt die gleichen? Und was sagen Betroffene dazu?
