Wissen. Der Reformator Philipp Melanchthon

Di 25.09.,
SWR2

1497 wird er in Bretten als Philipp Schwarzerdt geboren. Den Namen Melanchthon gibt ihm sein Grossonkel, der württembergische Sprachgelehrte Johannes Reuchlin, der seinen hochintelligenten Zögling fördert. An der kursächsischen Universität in Wittenberg beginnt der 21-jährige Universal-Gelehrte, den bald keiner mehr wegen seiner unscheinbaren Gestalt belächelt, mit umwälzenden humanistischen Bildungsreformen. Er begründet ein neues Schulwesen und lehrt selbst leidenschaftlich. An der Seite Martin Luthers verhilft er der Reformation zum Durchbruch. Er schreibt das erste Lehrbuch und die bedeutendste Bekenntnisschrift des Luthertums. Vergeblich versucht die Papstkirche ihn zurück in den Katholizismus zu locken. Evangelische Theologen vermuten, dass die Reformation ohne Melanchthon womöglich steckengeblieben wäre