William Friedekin: Hollywoods Enfant terrible

Von der katholischen Teufelsaustreibung bis zur New Yorker Schwulen- und S&M-Szene – der US-amerikanische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent William Friedkin zieht viele Register und lässt sich in keine Schublade stecken. Vielseitigkeit ist der Schlüsselbegriff, der den 1935 in Chicago geborenen Friedkin am besten beschreibt. Viele Regisseure bemühen sich um den Ruf, Spezialist eines Filmgenres – Western, Komödie oder Thriller – zu sein; er hingegen liess sich stets sämtliche Optionen offen. Mit 16 Jahren fing er als Postjunge beim Chicagoer Lokalsender WGN-TV an; von diesem Zeitpunkt an lernte Friedkin das Filmgeschäft von der Pike auf. Zu seinen Filmen «Der Exorzist» und «Die Stunde des Jägers» inspirierten William Friedkin unerwartete Begegnungen «von Gottes Gnaden», wie er zu sagen pflegt. Für sein Werk «Brennpunkt Brooklyn» erhielt Friedkin 1972 unter anderem den Academy Award für die beste Regie. Die Dokumentation ist eine faszinierende Hommage des italienischen Schauspielers und Filmemachers Francesco Zippel an den vielseitigen Filmemacher und Oscarpreisträger