Wie krank ist Homo-Heilung?
Elektroschocks, frontale Lobotomien, Hormonbehandlungen und Aversionstherapien – seit Homosexualität in der WHO-Klassifizierung nicht mehr als psychische Erkrankung geführt wird, gelten diese dubiosen Praktiken eigentlich als verschwunden. Doch an ihre Stelle sind andere, ebenso grausame und menschenverachtende Methoden getreten, die weiterhin weltweit verbreitet werden. Wie es um solche Pseudotherapien steht, haben Bernard Nicolas und sein Journalistenteam zwei Jahre lang in den USA, in Frankreich, Deutschland, Polen und der Schweiz ermittelt. Der investigative Dokumentarfilm spürt Netzwerke auf, die ursprünglich aus den USA stammen, aber mittlerweile in Europa fest verankert sind und äusserst fragwürdige Behandlungen betreiben, sogenannte Konversionstherapien – mit gravierenden psychischen und gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen. In den Vereinigten Staaten bekennen sich evangelikale Vereinigungen lautstark zu ihren Praktiken. In Frankreich, Deutschland und der Schweiz dagegen verhalten sich Katholiken und Evangelikale zurückhaltender, selbst wenn einige dieser «Heiler» hohes Ansehen geniessen und ein florierendes Geschäft betreiben
