Wer ist das Volk?
Syrische Flüchtlinge werden gewalttätig, Nachahmer des Ku-Klux-Klans lassen sich auf dem Stadtplatz fotografieren, Stadtfest-Besucher tragen unbehelligt rechtsextremistische Kleidung und das Bündnis «Zukunft Heimat» lädt regelmässig zu Grossdemonstrationen. Cottbus ist eine Stadt in Aufruhr.
Auch ein halbes Jahr nachdem Gewalttaten syrischer Flüchtlinge das Fass zum Überlaufen brachten, kommt Cottbus nicht zur Ruhe. Dabei macht die Politik nun das, was sie lange versäumt hat: Sie handelt. Mehr Polizei, mehr Sozialarbeiter, mehr politische Aufmerksamkeit – selbst Bundespräsident Steinmeier besucht Cottbus. Wer ist das Volk, und wer nicht? Diese Frage schwebt über der Stadt, die heute gespalten ist. Dabei spielen für viele Cottbuser nicht nur die zugezogenen Flüchtlinge, sondern auch die Folgen der Wendezeit, die Frage nach der Braunkohle und Probleme in Infrastruktur und Bildung eine Rolle
