Wem gehört das Meer

Eine unheilvolle Allianz von Entwicklungspolitik, Privatwirtschaft und Naturschutz schickt sich an, die Küstengebiete einer neuen Ordnung zu unterwerfen. Ein Grosskraftwerk des Tata-Konzerns an der indischen Westküste vertreibt die Fische und zerstört somit die Lebensgrundlage der Fischer, die hier seit über 200 Jahren fischen. In Sri Lanka, wo Tourismusentwicklung staatlich angeordnet ist, ist in den Küstenregionen der Landraub von Küstengrundstücken an der Tagesordnung, damit Hotels direkt am Meer gebaut werden können. In Costa Rica wollen Umweltschützer im maritimen Schutzgebiet Barra del Colorado den Krabbenfang komplett verbieten. Der Krabbenfang ist aber die einzige Möglichkeit der wenigen Menschen hier, zu überleben – seit Generationen. Auch in Kenia wurde Bewohnern die Nutzung ihrer Mangrovenwälder an der Küste als Feuer- und Bauholz genommen. Doch das Projekt «Mikoko Pamoja» ist die grosse Ausnahme und ein Lichtblick: Denn hier forsten die Dorfbewohner Mangrovenwälder auf