Wahnsinnswerke: Die Räuber
Die Klassiker des Theaters sind hochaktuell. «Wahnsinnswerke» zelebriert ihre Zeitlosigkeit. «Die Räuber», das Debüt des 21-jährigen Friedrich Schiller, war bei seiner Uraufführung ein Skandal. Der Autor, selbst zwar kein Räuber, aber dennoch kein Kind von Traurigkeit, schlich sich trotz Verbots des Herzogs von der Militärschule zur Premiere, um seinen Triumph mitzuerleben. «Die Räuber» stellt eines der Hauptwerke des Sturm und Drangs dar. Der Konflikt mit Autoritäten, die Ablehnung der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung machen es zur Folie für alles Rebellische und Revolutionäre auch unserer Zeit. Nicht zuletzt ist «Die Räuber» aber ein Familiendrama. Das Buhlen um die Liebe des Vaters und der Konkurrenzkampf zwischen den Brüdern sind Themenkomplexe, die Regisseurinnen und Regisseure immer wieder zu Schillers sprachgewaltigem und gewalttätigen Stück greifen lassen
