Von der Seebühne Bregenz: «Rigoletto»
Mit der Möglichkeit, auf der Bregenzer Seebühne zu inszenieren (der mit 7’000 Zuschauern weltweit grössten ihrer Art), geht für Philipp Stölzl ein lang gehegter Traum in Erfüllung: Die idyllische Landschaft am Bodensee liefert die ultimative Leinwand, und die unglaublichen technischen und konstruktiven Möglichkeiten der Seebühne lassen selbst die gewagtesten Ideen Bühnenwirklichkeit werden. Stölzls Bühnenbild wird beherrscht von einem gigantischen, fast 14 Meter hohen Kopf. Durch aufwendigste Technik ist dieser Kopf in allen Details beweglich und kann im Zusammenspiel mit einer riesigen Hand faszinierend subtil Stimmungen und Gefühle ausdrücken. So schafft Stölzl einen einzigartigen Kontrast zwischen grossem Spektakel und intimem Kammerspiel: Dem zirkushaften Treiben auf dem Fest, der waghalsigen Entführung und dem gruseligen nächtlichen Sturm stehen innige Szenen zwischen Vater und Tochter sowie Gilda und dem Herzog gegenüber
