Violette Nozière

Paris 1934. Die 18-jährige Violette Nozière (Isabelle Huppert) lebt mit ihren Eltern in einer kleinen Zweizimmerwohnung in einem schäbigen Pariser Mietshaus. Ihr Vater Baptiste Nozière (Jean Carmet) ist Lokomotivführer und orientiert sich stark an den Moralvorstellungen des Kleinbürgertums. Mit ihrer Mutter Germaine (Stéphane Aduran) teilt Violette das Geheimnis, dass Baptiste gar nicht ihr leiblicher Vater ist. Nachts führt Violette ein Doppelleben. Elegant gekleidet schleicht sie sich aus dem Haus und lässt sich für ihre Stelldicheins im Stundenhotel bezahlen. Eine dieser Zufallsbekanntschaften ist der Gigolo Jean Dabin (Jean-François Garreau). Violette verliebt sich in Jean. Ihren Eltern erzählt sie nichts. Als sie sich mit Syphilis infiziert, redet sie den Eltern ein, die Krankheit geerbt zu haben. Sie gibt ihnen Gift, das sie als Medikament tarnt. So landet sie schliesslich als Mörderin vor Gericht. Claude Chabrol hat mit «Violette Nozière» (CD/FR 1978) ein spektakuläres Verbrechen, das sich in den 30ern zugetragen hat, filmisch umgesetzt