Verrückt nach Liebe
(medientipp) Emilie muss sich zu Hause mit ihrer psychisch angeschlagenen Mutter und einem überforderten Vater herumschlagen. Zum Glück findet sie in der Schule gute Freundinnen: die schüchterne und wohlbehütete Inès, Marion, Tochter aus gutem Hause, die Vater und Mutter noch in der Höflichkeitsform anredet und die aufbrausende Stella, die schon einmal andere Mädchen verprügelt. Zusammen machen die vier Girls in ihrer Freizeit die Gegend unsicher, trösten sich bei Hänseleien in der Schule oder Problemen im Elternhaus. Sie experimentieren mit Hexenbeschwörungen und ersten Schminkversuchen, entdecken die Jungs, verlieben sich und werden erstmals von grossem Liebeskummer geplagt.
Regisseurin Noémie Lvovsky ist es mit ihrem Film „Verrückt nach Liebe“ gelungen, die überdrehten Teenagerjahre von vier normalen französischen Mädchen in den 1970er Jahren auf die Leinwand zu bringen. Der formal verspielte, sehr farbige Film verzichtet auf einen dramaturgischen Bogen und lässt die vier unzertrennlichen Freundinnen im Eiltempo und voll jugendlichem Überschwang erwachsen werden.
„Verrückt nach Liebe“ wurde 1999 am Filmfestival in Locarno im Wettbewerb gezeigt und mit dem Silbernen Leoparden und dem Preis der ökumenischen Jury ausgezeichnet.
„Verrückt nach Liebe“ („La vie ne me fait pas peur“), Spielfilm (Frankreich 1998), Regie: Noémie Lvovsky, Besetzung: Magalie Woch, Ingrid Molinier, Julie-Marie Parmentier, Camille Rousselet, Jean-Luc Bideau und Valeria Bruni Tedeschi.
Filmtipp/Film des Monats (Oktober 1999): medientipp.ch/index.php?na=3,1&meid=31737
„Verrückt nach Liebe“ wird im Rahmen der Reihe „60 Jahre Filmfestival Locarno“ gezeigt:
https://www.medientipp.ch/index.php?na=1,2&meid=77499
Das vollständige Programm der Reihe „60 Jahre Filmfestival Locarno“ im Schweizer Fernsehen: http://www.sf.tv/sf1/film/filmreihen.php?docid=Locarno1
