Vergiss mein ich

Lena Ferben (Maria Schrader) ist seit Jahren mit ihrem Mann Tore (Johannes Krisch) verheiratet, als sie sich plötzlich verliert. Retrograde Amnesie sagen die Ärzte zu Lenas Zustand; eine nicht diagnostizierte Gehirnentzündung ist der Grund. Die Folge: Sie hat keinen Zugriff mehr auf das, was die Medizin als «biografisches Gedächtnis» bezeichnet. Die Sprache ist noch vorhanden, doch die Wörter an keine Erfahrung geknüpft. Komik, Treue, Geschlecht, Liebe, Ehemann – Begriffe schwebend im luftleeren Raum, abgeschnitten von der Erdung ihrer Bedeutungen. Tore versucht, Lena den Weg zu ihr zu zeigen, wer er für sie war und wer sie für ihn. Eine Nacherzählung bereits erlebter Realität. Aber während ihre Umwelt nur den Verlust der alten Lena empfindet, bewegt sie sich selber auf eigenen Wegen. Wie ist es wohl, diese Lena Ferben zu sein? Jan Schomburgs Spielfilm (DE 2014) ist nicht nur eine Reflexion über das, was eine Persönlichkeit ausmacht, sondern auch eine berührende Liebesgeschichte