Universum. Der Nil – Afrikas Lebensader
Vom Viktoriasee, wo Fischer noch einen reichen Fang erzielen, führt ein Wasserlauf zum Nil. Hier leben grosse Nilpferd- Gruppen. Auf seinem weiteren Weg passiert der Nil die Ruinen des extravaganten Jagdhauses von Idi Amin, dem einstigen Diktator Ugandas. Hier leben heute Warzenschweine und Paviane. Im Sudan baden Elefantenherden mit ihren Jungtieren an den seichten Ufern. Weiter stromabwärts strebt der Nil durch die riesige Geröllwüste der Sahara – sie ist die Heimat der Dromedare und Skarabäen. Das Flussbett mäandert vorbei an Pyramiden und Bauwerken altägyptischer Kulturen. Sie erinnern an die Zeit, als der Nil noch regelmässig weite Teile seiner Uferflächen überschwemmte und einen dunklen fruchtbaren Schlamm hinterliess. Er gab dem Land seinen Namen: Kemet, «das schwarze Land», wie Ägypten ursprünglich hiess. Der Assuan-Damm und die stetig wachsende Bevölkerungsdichte entlang seines Laufs haben den Wasserverbrauch und damit das Volumen seiner Wasserführung völlig verändert
