Ultima Thule

Eine Reise an den Rand der Welt: Dies ist die dramaturgische und ästhetische Bewegung von Hans-Ulrich Schlumpf in seinem fiktional-dokumentarischen Werk «Ultima Thule». Bereits mit «Kongress der Pinguine» wagte er sich in das ewige Eis, mit unvergesslichen Bildern von Pio Corradi. Mit demselben Kameramann nähert sich Schlumpf nun dem Übergang zwischen Diesseits und Jenseits anhand einer Nahtoderfahrung.

Der erfolgreiche Geschäftsmann Alfred Böhler verunglückt mit seinem Auto. Auf der Intensivstation schwebt er zwischen Leben und Tod. Sein Zustand wird mit einer subjektiven Bilderreise dargestellt: Vom Weltall über Eiswüsten bis zur belebten Natur. Zur Inszenierung der Nahtoderfahrung benutzt Hans-Ulrich Schlumpf Bilder, die sich an Caspar David Friedrich und Magritte orientieren. Der Film handelt von der Poesie im Realen, die sich in faszinierenden Bildern ausdrückt. Der subjektive Blick und der meditative Rhythmus der Montage verweisen auf den Traumzustand der Hauptfigur. Dabei gelingt es dem Film, die Balance zwischen Leben und Tod erfahrbar zu machen.

Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch

«Ultima Thule – Eine Reise an den Rand der Welt», Schweiz 2005, Regie: Hans-Ulrich Schlumpf, Besetzung: Stefan Kurt, Barbara Auer, Patrick Frey, Verleih: Filmcooperative, Internet: http://www.filmcoopi.ch.

Kinostart: 17. November

Hans-Ulrich Schlumpf zu seinem Film „Ultima Thule“
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