Tunesien – Stimmen der Revolution
Verhaftungen, Folter, Vergewaltigung, Mord, Zwangsscheidung, Enteignung: Der Film zeigt auf, welche Hoffnungen die Tunesier in die Machthaber wie Habib Bourguibas oder Zine el-Abidine Ben Ali setzten und welche Verbrechen ihre jeweiligen Amtszeiten überschatteten. Im Januar 2011 nahmen die Tunesier ihr Schicksal selbst in die Hand und stürzten in nicht einmal vier Wochen ein über 50 Jahre währendes diktatorisches Regime. Sie erhielten eine neue Verfassung, freie Wahlen, und in der Verfassung wurden Instrumente der Übergangsjustiz verankert, mit deren Hilfe Opfer die Möglichkeit haben, erlittene Menschenrechtsverletzungen anzuzeigen. Zuständig hierfür ist die «Instanz für Wahrheit und Würde». Vor ihr berichten die Opfer, wie sie unter der Diktatur gelitten haben, wie der tunesische Staat über mehr als ein halbes Jahrhundert Leben zerstört, Angst geschürt und jeden zum potenziellen Verdächtigen erklärt hat
