Tsukigi soll leben!

Auf seiner Heimatinsel Kyushu im Süden des Landes will er das Dorf Tsukigi vor dem Aussterben retten – angesichts von Landflucht und der rapide vergreisenden Bevölkerung ein Wettlauf mit der Zeit. Es gibt viele Tsukigis im Land – Japan droht auszusterben. Tsukigi ist ein abgeschiedener Ort, umgeben von Bergen – ohne fliessendes Wasser, ohne funktionierendes Mobilfunknetz. 1’500 Menschen lebten hier einmal, jetzt sind es noch 130. Durchschnittsalter: rund 80 Jahre. Die 40 Autominuten entfernte Stadtverwaltung in Taragi beschäftigt Ueji nun als «Dorfretter». Und der muss Erfolge liefern, sonst wird sein Vertrag nicht verlängert. Ueji organisiert Siedlungsfeste, Schreinfeste, Senioren- und Karaoke-Treffs. Er hilft den Alten bei der Reisernte, macht Hausbesuche, wechselt Glühbirnen oder Batterien, übernimmt den Fahrdienst zum Arzt. Freizeit? Fehlanzeige. Und das, obwohl Ueji seine Frau Miyuki und zwei Kinder mitgenommen hat in die Einsamkeit. Jetzt hat er drei Mädchen, Io ist da. Die erste Geburt in Tsukigi seit 20 Jahren!