Treffpunkt. Appenzell – Hochburg für Heilkultur
Das Wissen über Kräuter und Naturheilmethoden wird im Appenzellerland bis heute überliefert und gepflegt. Zum Beispiel in der berühmten Klosterapotheke Leiden Christi (Appenzell) mit dem zugehörigen Klostergarten, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist. In der Klosterapotheke werden nach uralter Tradition Kräuter in Heilmittel und Tinkturen verarbeitet und bis ins Ausland verkauft. Den Ruf als Heil- und Kurgebiet begründet haben allerdings die Molkenkuren. Dafür war die Region Appenzell im 19. Jahrhundert berühmt. Die Kurorte Jakobsbad, Gontenbad und Weissbad sind also nicht wegen der Bäder zu Kurorten geworden, sondern wegen molketrinkender Touristen. Bis heute gibt es im Appenzellischen zahlreiche Naturheiler. Viele sehen sich als Vermittler einer göttlichen Kraft, die diverse Krankheitsbilder heilen kann
