Train de vie

Spielfilm (F/Be 1998), Regie: Radu Mihaileanu. 1941, ein kleines Dorf irgendwo in Osteuropa: Die deutschen Soldaten wüten in den jüdischen Nachbardörfern und deportieren die Bewohner. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das eigene Dorf an der Reihe sein wird. In ihrer Verzweiflung fasst die kleine Gemeinde einen tollkühnen Entschluss: Das Dorf wird sich selbst deportieren, bevor die Nazis es tun – und zwar direkt nach Israel. Der rumänische Regisseur Radu Mihaileanu hat ein bezauberndes „Rail-Movie“ geschaffen, das sich ganz in der Tradition von „Der grosse Diktator“ und „Sein oder Nichtsein“ über den deutschen Nationalsozialismus lustig macht, ohne das Dritte Reich und den Völkermord zu verharmlosen. Der vielfach ausgezeichnete Film wird mit Roberto Benignis thematisch verwandtem Meisterwerk „Das Leben ist schön“ verglichen